Meine Reise ins Neandertal

Dajana Stockmann
9.10.2020

Wenn man eine Reise macht - egal ob weit oder nah - lang oder kurz - sollte man sich kurz informieren wohin man eigentlich fährt. Mir geht es zumindest so.

Heute geht meine Reise von Hamburg nach Mettmann. In Mettmann befindet sich Creative4Fun - ein kreativer Bastelladen, der unsere BrandBox Möbel Live ausstellt.

Ich glaube, Mettmann ist nicht all zu vielen wirklich bekannt, aber dafür das weltberühmte Neandertal. Denn genau dort liegt Mettmann.

Der Neandertaler wurde 1856 bei Steinbrucharbeiten in dem gleichnamigen Tal zwischen Erkrath und Mettmann. Er war der erste Beweis für die Existenz fossiler Menschen und ein Kronzeuge der Evolutionstheorie des Charles Darwin (1809-1882).

Woher kommt aber der Name Neandertal? Ich war doch etwas verblüfft, denn der Name rührt nicht vom Fund der Knochenreste fossiler Menschen.

Ein deutscher Pastor und Kirchenliederdichter, sowie Komponist ist der Namensgeber des Neandertals und folglich mittelbar des Neandertalers.

Joachim Neander (1650 in Bremen - bis zum 31. Mai 1680 ebenda) 

Neander stammt aus einer Pastorenfamilie, die sich einer damaligen Mode folgend von Neumann in Neander umbenannt. Er ist der erste Sohn aus der zweiten Ehe seines Vaters Johann Joachim Neander (1614–1666).

Er studierte reformierte Theologie in Bremen und war als Erzieher unter anderem in Heidelberg und Frankfurt am Main tätig. 1670 geriet er unter den Einfluss des Erweckungspredigers Theodor Undereyck, der ihm eine Stelle als Hauslehrer in einer Frankfurter Kaufmannsfamilie verschaffte. Hier wurde Neander auch mit Philipp Jacob Spener bekannt, dessen 1675 veröffentlichte Schrift Pia Desideria Ausgangspunkt des Pietismus werden sollte.

1674 wurde Neander in Düsseldorf Rektor der Latainschule der reformierten Gemeinde sowie Hilfsprediger. Er verfasste Texte und Melodien zu zahlreichen Kirchenliedern, die auf separatistischen Erbauungsversammlungen gesungen wurden. Weil Neander in einer eindrucksvollen Schlucht des Flüsschens Düssel bei Mettmann häufig komponierte und Gottesdienste abhielt, wurde Das Gesteins ihm zu Ehren Neandershöhle und ab dem 19. Jahrhundert Neandertal genannt. Da dort auch die ersten Skelettteile von Neandertalern entdeckt wurden, findet sich der Name Joachim Neanders auch im Begriff Neandertaler wieder.

Nachdem Neander in Düsseldorf Schwierigkeiten mit der Kirchenverwaltung bekommen hatte, wurde er 1679 Hilfsprediger an der Kirche St. Martini in seiner Heimatstadt Bremen und wohnte im Neanderhaus, das östlich von der Kirche stand und aus dem 15. Jahrhundert stammte. Er komponierte den Choral Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. Nach weniger als einem Jahr Tätigkeit in seiner Heimatstadt starb Neander am Pfingstmontag, den 31. Mai 1680 im Alter von 29 oder 30 Jahren an einer nicht näher beschriebenen Krankheit (möglicherweise an der Pest). Seine Grabstätte ist heute unbekannt; es wird nicht ausgeschlossen, dass sie sich unter der St.-Martini-Kirche befindet.

So, jetzt bin ich wieder etwas schlauer und du vielleicht auch ;) 

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